Schutzpatron

Dies ist nicht erwunderlich, denn Josef war Handwerker und Adolph Kolping wollte ja den jungen arbeitenden Menschen ansprechen und zur beruflichen Aus und Weiterbildung befähigen.

Eine weitere Parallele drängt sich auf. Wie Josef Beschützer der heiligen Familie war, so sollte auch er der Beschützer der familienhaften Gemeinschaft des Kolpingwerkes sein, die sich ja in besonderer Weise einer christlichen Ehe und Familie verpflichtet weiß. 

Jährlich, zwischen Josefs Namenstag, dem 19. März und dem 1. Mai, dem "Tag der Arbeit " feiern die Kolpingsfamilien des internationalen Kolpingwerkes, so auch in Neheim, das "Josef Schutzfest" mit Gottesdienst und Aktionen. In Neheim hat die Feier eine besondere Bedeutung, denn am Namenstag des heiligen Josef im Jahr 1895 fand der erste Spatenstich zum geplanten Gesellenhaus statt.

Wie die Chronik aus jenen Tagen berichtet, war es ein "glückverbeißender Tag" und der damalige Präses Kleine bekennt: "Ich setzte mein festes Vertrauen auf den heiligen Josef, daß er das Werk, welches an seinem Namenstag zu entstehen begann, nicht im Stich lassen und, daß er bald große und kleine Wohltäter erweckt, die das Haus auf eine gute finanzielle Grundlage stellten. 

Übrigens trug die Figur anfangs eine Lilie in der rechten Hand. Für die Soldaten, die das Haus in den Nachkriegsjahren besetzt hatten, war es ein beliebtes Ziel. 1946, ein Jahr nach dem schrecklichen Krieg, hatte man es geschafft. dem Josef wurde die Lilie aus der Hand geschossen. Heute noch kann man sich den Platz vorstellen. und er ist sogar noch sichtbar durch die angewinkelte Hand, wo sich einst die Liliebefandund sie heute nicht mehr ist. 

 Dennoch hat der heilige Josef unser Haus in den ersten 100 Jahren trotz allem gut beschützt wir glauben auch die bevorstehenden zweiten 100 Jahre

 

 

 

 

 

[Quelle: Festschrift 100 Jahre Kolpinghaus Neheim 1895 - 1995]